Archive for the ‘Training’ Category

Bin auf der Zielgeraden

Donnerstag, August 16th, 2018

Huhu,

ich kann es noch gar nicht glauben. Gute Wettkämpfe liegen hinter mir, Wattwerte wie zu meinen besten Zeiten und mit dem Laufen klappt es auch immer besser. Die letzten verlorenen Jahre kann ich natürlich nicht so schnell aufholen, aber ich darf wieder vom Laufen sprechen und das ist irre. Habe wirklich hart trainiert in den letzten Monaten. Frederik Martin, mein Trainer, wurde von mir so manches mal hinterfragt “Freddy, was habe ich dir angetan, dass ich diese Einheit machen muss?” Nun denn, die Früchte sind dann ja immer gerne willkommen.

Dann Anfang August ein Rückfall. Die bekannten Schmerzen kamen wieder, Laufstop. Mein Physio Rolf Remmel hat mich dann wieder hingebogen, so dass ich zumindest bei der Mitteldistanz in Hückeswagen an den Start gehen konnte. Respekt hatte ich die ganze Zeit vor dem anstehenden Lauf und ja, ich habe mein Bein gespürt, aber es blieb alles kontrolliert. Die 2. Hälfte konnte ich sogar deutlich schneller laufen. Steffi Jansen, die ja echt laufen kann wie eine Rakete, habe ich immer im Nacken gespürt. Auf dem Rad bin ich aber wirklich an meine Grenze gegangen und konnte ausreichend Vorsprung rausfahren. So hat es zum Gesamtsieg und zum Titel der NRW-Meisterin auf der Mitteldistanz geführt.

Nun steht in wenigen Tagen der IM Vichy an. Hoffentlich lassen mich meine Beine nicht im Stich. Ich muss 29 Konkurrentinnen hinter mir lassen. Nee kein Druck ne…..

Bin so nervös wie vor meinem ersten IM, wirklich komisch, aber es geht ja auch um die Quali. Und die Langdistanzerfahrung ist sooo lange her, dass ich auch kein Gefühl habe, welche Zielzeit ich erreichen könnte. Muss ja erst mal ankommen mit meinen Problemchen……

Also Daumen drücken. Melde mich wieder auf diesem Kanal :-)

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Und so geht es weiter in 2018

Montag, April 2nd, 2018

Und ja, es geht weiter…Nach all meinen Rückschlägen hätte ich da nicht mehr so ganz dran geglaubt, aber es geht vorwärts (ich klopfe natürlich gedanklich auf Holz).

Eine Kombi aus guter Physio, Stabi, Yoga und vorsichtig angepasstem Training lässt mich auf eine Saison 2018 hoffen. Nach Jahren bin ich mal wieder einen 10er gelaufen (41:37), dann wieder den HM Venloop. Diesmal 4 Min schneller nach dem Kaltstart 2017 mit 1:30:34. Und das beste: Ohne Nachwehen, ohne Schmerzen!

Nun liegen Kurze Wettkämpfe vor mir mit Challenge Gran Canaria und Powerman Alsdorf, gefolgt vom Bonn Triathlon und Indeland….. Wenn dann alles hält, geht es zum IM Vichy.

Es geht mir wirklich gut dabei nun wieder als Amateur zu starten. Der Druck ist weniger geworden. Klar, den macht man sich selbst, aber nicht fit zu sein und in dieser Kategorie zu starten, machte es nicht immer leicht für den Kopf.

Besonders dankbar bin ich dafür, dass mich meine Sponsoren in alter traditionsreicher Form auch als Amateur weiter begleiten.  Gaaaaanz vorsichtig peile ich ein Ziel an: 2019 nochmal zur WM nach Hawaii.

Nach 2,5 Jahren ohne Langdistanz kann ich mir momentan nicht mehr vorstellen, wie das gehen soll. 180km Rad und dann noch einen Marathon laufen? Unvorstellbar! Na ja, der Trainer wird es schon richten.

Bis bald…..

Eure Beate

 

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Wenn es am Schönsten ist….. Gesamtsieg Challenge Iskandar Puteri

Sonntag, Oktober 22nd, 2017

Job-Sport-Urlaub – alles kombiniert, ein Kessel Buntes. In Singapur habe ich meine Arbeit als Akklimatisationszeit genutzt, um dann wenige Tage vor dem Wettkampf “rüber” zu fahren nach Iskandar Puteri, Malaysia.

Aufgebaut wurde dort, wie bei den Großen. Fast 1 Woche wildes treiben vor dem Race Hotel, damit alles an seinem Platz war. Der Ort selbst ist “künstlich”. Man investiert sehr viel Geld, um aus dem Ort ein Imperium zu machen. Komisch am Anfang. Es waren kaum Menschen dort. Unser gigantisch großes Hotel füllte sich aber in Richtung Wettkampf.

Wie immer macht das Rennen in asiatischen Gefilden besonders Spaß und sorgt auch immer für Überraschungen. Monsum = Sturzbäche und das in Sekunden von jetzt auf gleich. So sollte es auch am Wettkampftag kommen. Neben den heißen Temperaturen kommt dann die hohe Luftfeuchtigkeit hinzu.

Um 7:30 Startschuß wenige Minuten hinter den Männern. Schwimmen in einem wunderschönen Hafen somit keine Wellen, keine Strömung. Es waren nur 4 Frauen gemeldet. Und ich kam nicht als letzte aus dem Wasser! OK, bereits in der Wechselzone wurde ich dann überholt und ging als letzte aufs Rad. Aber dann……Aufholjagd bis ich bei km 75 die Führende überholte. Na ja dachte ich mir, zumindest kommst du als 1. vom Rad. Wenn du dann von allen eingeholt wirst, dann genieße nun diesen Moment. In der Wechselzone wurde ich dann direkt wieder überholt, konnte dann aber die langsam werdende Konkurrentin später hinter mir lassen und Abstand aufbauen. Sonst kam auf der Laufstrecke niemand mehr.  Haben also doch Haribo und Schokolade für ein gutes Rennen gesorgt ;-) Am Ende der Laufstrecke habe ich mich gefühlt wie ein Dampfkessel, aber glücklich mit dem tollen Ergebnis eines Sieges kann ich nun die spannende Zeit als Profi an den Nagel hängen. “Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören”

Beruflich bin ich immer mehr eingespannt, meine Konkurrenzfähigkeit auf der Mitteldistanz ist einfach nicht gegeben und auf die Langdistanz kann ich nicht gehen, weil ich immer noch Schmerzen beim Laufen bekomme nach 90 Min Belastung. Also Druck rausnehmen und neue Ziele planen. Vielleicht komme ich ja doch nochmal iiiiiiiirgendwann nach Hawaii :-)

Danke an meine treuen Sponsoren, die mir seit 2011 Unterstützung geben.

Nun geht es weiter mit Stabi, Athletik, Yoga, Yoga, Athletik, Stabi, Yoga, Stabi, Yoga, Athletik,……

 

Eure Beate

Podium

 

 

 

 

Zieleinlauf

 

 

 

 

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Wettkämpfe mit Höhen und Tiefen, aber Wettkämpfe :-)

Montag, August 7th, 2017

Ja so ist es. Manchmal ist nicht mehr wichtig, welche Platzierung du bei einem Rennen machst sondern DASS du ein Rennen machst. Nach so vielen Monaten ohne Triathlon weiß ich sehr zu schätzen, dass ich mal wieder Intensitäten trainieren und vor allem wieder mal 90 Min am Stück laufen kann. So habe ich dann im Frühjahr tatsächlich das Training wieder aufgenommen.

Kompensieren der 16 Monate ohne Training und kompensieren des Saisonrückstandes mit einem Trainingsstart im März ist die große Aufgabe meines Trainers Frederik Martin.

Das Trainingslager Gran Canaria – ja ich hatte sogar eins geplant auch wenn ich eher vorher an Strand statt an Training gedacht hatte-  habe ich mit der Challenge Mogan beendet. Yeah gefinished. Platzierung unter ferner liefern (weiß sie bis heute nicht), aber ich bin durch den Zielbogen gelaufen und hatte sogar meinen ersten Platten! Alles ejaaal.

Kurz danach bin ich dann Deutsche Meisterin beim Duathlon in Alsdorf geworden. Da hatte ich auf dem Rad sooo starke Beine, dass ich geflogen bin. Ding auf dem Rad gewonnen und den letzten Lauf galt es nur noch halten und sichern.

Der Bonn Triathlon. Ist er nicht zweite Heimat geworden? Wie könnte ich ohne. Und dort lief es dann auch super. Schwimmen und Rad (2. beste Radzeit) waren gut. Klar beim Laufen dann noch kassiert worden. Aber als 4. ins Ziel und es fühlt sich immer besser an.

Die Challenge Geraadsbergen mit dem besonderen Reiz der Mur sollte dann ein Highlight werden. Tja bei Regen musste ich dann 2x die Mur hoch schieben. Räder sind durchgedreht – Kontrolle über Rad zwecklos. Der Lauf fühlte sich aber schon wieder ganz gut an. Ich sehe und spüre: Es passiert was :-)

Momentan kann ich mir nicht vorstellen mehr als HM zu laufen. Bin sehr sensibel geworden und achte auf jedes Zeichen meines Körpers. Aber zum Glück gibt es ja nicht  nur Langdistanzen. Und ehrlich: Ich kann mir nicht mehr vorstellen, wie ich das vorher alles immer so gemacht habe mit Training und Job. Da ist das MD Training schon etwas entspannter, wenn auch konkurrenzlos. Da muss ich einfach drüber stehen. Der Weg ist das Ziel ;-)

 

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Lichtblicke, juhuuuuu

Donnerstag, März 16th, 2017

Hey,

jetzt macht es wieder etwas mehr Spaß zu schreiben. Was habe ich in den letzten 16 Monaten an KM zurückgelegt. Nein, nicht auf dem Rad und beim Laufen sondern quer durch Deutschland, um bei Fachärzten und Therapeuten Hilfe zu bekommen für all meine Probleme. Zwischenzeitlich schwer die Tiefenmuskulatur aufgebaut (das war und ist kein Zuckerschlecken) und was ein “herabschauender Hund” ist, weiß ich nach 1,5 Jahren Yoga auch sehr genau. Na ja, bei Pilates weiß ich immer schon nach wenigen Minuten wo meine Grenzen sind.

Hatte mich eigentlich mit meinem verständlichen Schicksal von altersbedingten maroden Knochen, nicht ausgebildeten Muskeln, wenig Rumpfstabilität abgefunden – an Training nach wie vor nicht zu denken.

Dann kam auch noch mein neues Bulls-Bike und ich dachte nur “Oh Mann, mit welchen Beinen soll dieses heißen Eisen bitte schön auf die Straße?”

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3 Monate nach meinem offiziellen Laufverbot habe ich nochmals einen Versuch gewagt, Doc aus dem Internet rausgesucht (ja, ein Zufallstreffer) und der hat endlich zum ersten mal Maßnahmen ergriffen! Stoßwelle! Homöopathisches Mittel und zack, nach nur einem Tag waren meinen Schmerzen fast komplett weg, nach 5 Tagen konnte ich wieder schmerzfrei laufen – es geht aufwärts.

Dazu kam noch Phat, der Thaimasseur, der sein Handwerk versteht, wie ich es noch nirgends erlebt habe – unfassbar!!!! Er hat noch die restlichen Unfallschmerzen weg geknetet.

Ich kann es noch nicht ganz glauben, aber ich habe mein erstes Intervall hinter mir! OK, ich fange wieder weit hinter meinen Möglichkeiten an, aber ich laufe wieder. Jetzt schön ruhig bleiben, nicht zu viel machen, brav mein Stabitraining durchziehen und die erste Mitteldistanz Challenge Mogan am 22.04.2017 genießen.

Das wird nun definitiv mein letztes Profijahr. Mit den aktuellen Leistungen passe ich leider nicht mehr so in diese Liga, auch wenn ich noch Hoffnung hatte als ich im Oktober die Lizenz gezogen habe.

Mach ett juut

Beate

 

 

 

 

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Und immer noch warten – Update

Mittwoch, Juni 8th, 2016

Nö, dass mit dem Triathlon wird noch nix. An dieser Stelle wollte ich am Liebsten über geplante Rennen berichten. Stattdessen gibt es hier ein kleines Update meiner Odyssee.

Ich durfte ja noch Radfahren, doch das stellte sich als Fehlentscheidung raus. Neben meinen Brüchen im Schambein kam noch das dazu: Ermüdungsbruch im Steißbein. Warum passiert das alles? Geringe Knochendichte, extreme Disbalancen, Skoliose, verkürzte Sehnen und Muskeln,….hab ich noch was vergessen? Bestimmt.

Ja alles zusammen, gepaart mit dem hohen Trainingspensum, führt dann zu Ödemen im Schambein und furchtbar entzündeten Muskeln, die da überall im Beckengürtel eigentlich eine wertvolle Arbeit verrichten sollen.

Fachleute rieten letztendlich zur OP mit Rollstuhlbuchung für 6 Wochen. Das macht mein Kopf nicht mit. So griff ich zur nachhaltigen Alternative mit Yoga, Yoga, noch mehr Yoga, Pilates, Rückenschule, Mobilisation, Physio,……

Schwimmen! Schwimmen kann ich auch noch. Dann arbeite ich halt an meiner unbeliebtesten schwächsten Disziplin. Kann ja nicht schaden.

Ich kann nicht sagen, wie lange es dauert, bis ich wieder alles unter Kontrolle habe. Aber Hoffnung habe ich trotzdem noch. Ein Rennen habe ich auf dem Schirm im Oktober (Mitteldistanz). Und solange schaue ich euch bei euren Rennen zu :-) Das gibt mir auch sehr viel.

 

Also bleibt gesund und denkt an die 4. Disziplin. Die kann leider über soviel entscheiden!!!!

Eure Beate

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Jetzt heißt es erst einmal Laufpause :-(

Sonntag, Februar 14th, 2016

Tja, nun habe ich schon lange nichts mehr geschrieben. Das hat seinen Grund. Ich bin leider etwas orientierungslos.

Mein Jahr 2015 verlief, was die Rennen anging, extrem zufriedenstellend. Bessere Wattwerte als je zuvor, 2 Gesamtsiege auf der Langdistanz davon eine Challenge gewonnen, was will man mehr? Mit meiner Mitteldistanz in Phuket im Nov 2015 mit der gleichen Zielzeit wie 2014 beendete ich meine letzte Saison. Es hätte doch alles nicht besser laufen können.

Vedrängt hatte ich allerdings, dass ich seit 2013 unter Schmerzen diesen Sport betreibe. In 2013 wurde eine starke Entzündung im Schambein festgestellt. Sattel geändert, Position geändert, es wurde besser, nur schmerzfrei war ich eigentlich nie so ganz. Ende 2014 wurde es dann wieder schlimmer. Adduktoren, Hamstrings, der gesamte Beckenbereich war schmerzhaft. Meine Rennen, mein Training, ich habe alles durchgezogen. Auch wenn nach einer harten Laufeinheit am nächsten Tag mein Gang von einer Wackelente nicht zu unterscheiden war. Ich habe immer gedacht “OK, wenn so bleibt und nicht schlimmer wird, dann kriege ich das ja immer so hin”. Pustekuchen. Im Dez 2015 ging dann plötzlich gar nichts mehr mit Laufen. Diagnose: 2 Ermüdungsbrüche im Schambein. Nun heißt es Pause mind. 6 Wochen, also bis Ende März. Was wird aus meiner Saison? Ich fahre zur Zeit noch Rad und schwimme und versuche mit allen Kräften meine Disbalancen in den Griff zu bekommen, damit die Ursache bekämpft wird. Meine rechte Seite ist ein riesen Schwachpunkt. Es besteht Hoffnung. Aber wirklich planen kann ich nichts so richtig.

Ein Start zur Titelverteidigung bei der Challenge Billund am 12.06.2016 ist nicht ausgeschlossen, aber eine tolle Laufperformance kann ich da nicht hinlegen. Die hat mich letztes Jahr zur Siegerin gemacht, aber dabei sein wäre ja schon toll.

Die Schmerztoleranz bei Triathleten ist sehr hoch. Davon kann sich kaum einer frei sprechen. Die Toleranz für das richtige begleitende funktionelle Training ist teils sehr niedrig und dann knallt es. Der Körper will dann irgendwann einfach nicht mehr kompensieren. Ich bin im 9.Jahr Triathlon, im 4 Jahr als Profi. Soll es das gewesen sein?

Momentan gibt es nur ein einziges Ziel für mich: Endlich wieder schmerzfrei sein. Wie schön das ist, erlebe ich gerade, dadurch, dass ich nichts mehr mache, was weh tut. DAS ist Lebensqualität!

Ich hoffe, dass ich beim nächsten Eintrag wieder von schönen Rennen berichten kann……

 

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Langdistanz Challenge Almere – windig, Wind und noch mehr Wind

Sonntag, September 13th, 2015

Ich nenne diesen Wettkampf meinen Bonuswettkampf. Ich jubel meinem Trainer Frederik Martin immer die Langdistanzen unterjährig in die Tasche. Was will er auch sagen, wenn ich ein gutes Ergebnis mitbringe und im gleichen Atemzug eine neue Idee präsentiere. Nach dem Ostseemann und dem wirklich anspruchsvollen Lauf wusste ich, dass es ein Risiko sein würde, aber ein Bonus….. Gesagt getan, Segen geholt und zack ging es in die Planung. Die dritte Langdistanz war gesetzt. Ich wusste, ich musste mich auf Wind und ein gutes Startfeld vorbereiten. Nun blieb nicht mehr viel Zeit. Ruhepause nach dem Ostseemann, eine olympische Distanz Mitte August an der Möhne, kurze Ruhephase, antrainieren und tappern. Und schwups da kam auch schon 5 Wochen nach meiner letzten Langdistanz der 12.9.2015.

In Almere hält man es kurz und knackig. Freitags wird alles gemacht: Briefing, Registrierung, einchecken, Pastaparty. Und vor allem die Party konnte sich sehen lassen. Livemusik, Interviews und ein köstliches Essen von Italienisch bis Indisch. Wirklich hochwertig und klasse aufgemacht. Ok, ich drifte ab in meine Lieblingsbeschäftigung. Schnell wieder zurück zum Wettkampf. Um 7:20 fiel der Startschuss für den Einstieg in einen 17 Grad kalten ziemlich bewachsenen See. Unseren Schwimmweg hatte man frei gemäht. Gut für meine Orientierung. Aber auch das half nichts. Meine Schwimmzeit war eine Katastrophe mit 1:04:27 . Als 7. ging ich aufs Rad mit über 6 Min. Rückstand. Noch Bestand Hoffnung, was ich aber schnell änderte. Ich bekam meine Wattzahlen einfach nicht auf die Uhr. Die Strecke war klasse. Anfangs leicht verwinkelt, später lange glattgezogenen Straßen, aber meistens mit Gegen- und Seitenwind. Ich konnte von Position 7 auf 3 vorfahren. Aber die Strecke wurde in der 2. Runde zäh und der Kampf gegen den Kopf began. Mit nur 206 Watt ( sonst hatte ich 219) kam ich als 3. mit 4:59:11 vom Rad mit 7:15 Vorsprung auf die vierte und nach vorne immer noch ca. 6:30 min. Ui, meine Beine taten schon weh und liefen sich auch nicht frei. Hatte trotz niedriger Wattwerte anscheinend zuviel auf dem Rad gemacht. Und wieder war es der Kampf gegen den Kopf, dem ich immer wieder in Selbstgesprächen klar machen musste, dass es ja bald vorbei ist. War natürlich gelogen. Aber ich habe nach unendlichen 3:28: 15 Minuten das Ziel erreicht, nicht zuletzt auch, weil sogar Kristina und Andreas von meinem Verein ASV Köln Triathlon da waren und mein Helmut mich wieder mit aller Kraft unterstützte. Leider konnte ich mich nach 30km nicht mehr versorgen. Immer wurde mir schlecht. Also habe ich die letzten 12 km irgendwie über mich ergehen lassen. Ich verlor leider auch meinen dritten Platz gegen eine sehr starke Läuferin, die sogar noch auf den 2. Platz vorlief. Respekt! Für einen Bonuswettkampf bin ich sehr zufrieden mit meinem Ergebnis. Es gibt nichts, was mir an diesem Wettkampf gefehlt hat. Das war das 35. Jahr Triathlon in Almere und das merkt man. Selbst in der Zielverpflegung wird dir der Hintern gepudert Die hatten sogar Franse Frittjes! Das ist doch genau das, was wir nach einem Wettkampf brauchen!!! Oh, ich merke schon wieder meinen Begeisterung für die Berichterstattung zum Essen. Man möge mir verzeihen ;-) Wir waren Gast im Race Hotel und so ging es nur über die Straße ab in die Wanne. Aber dann wurden wir von der tollen Musik motiviert. Also rein in die Klamotten und ab zur Finisher Line Party. Es war beeindruckend mit wie viel Power die Moderatoren die letzten Läufer ins Ziel brachten. Sambabands spielten und wird durften alle in den Zielkanal. Ein Traum, welcher Empfang den wirklichen Siegern der Veranstaltung bereitet wurde.

Nein, mein Challenge Jahr ist noch nicht vorbei. Da kommt noch was…..Überraschung.

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Liebe Sponsoren, die Saison läuft mehr als nach Plan. Vielen Dank für eure Treue.

Freddy, du machst schon viel mit mir mit, aber ein alter Baum lässt sich nicht so leicht verpflanzen und hat seinen Sturkopf.

 

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Stadtmeisterin in Kölle

Dienstag, Juni 30th, 2015

Kurz und knackig verlief der tolle Rheinauhafen Triathlon am 28.07.2015. Bei bestem Wetter ging es mittags an den Start im Hafenbecken, dann auf die spritzige Wendestrecke mit jeweils 4,5km und zum guten Schluß 4 Runden an der Rheinpromenade. Ich konnte eigentlich von Beginn an meine Führung halten auf dieser olympischen Distanz. Meine starke Vereinskollegin Imke Oelerich hat mir ganz schön Dampf gemacht! Ich musste somit auf dem Rad den Vorsprung rausfahren, weil mein laufen ja noch nicht oder nicht mehr (?) zu meinen Stärken gehört.

Hat gepasst und so bin Gesamtsiegerin und gleichzeitig ich Stadtmeisterin geworden.

 

Weiter geht’s mit dem Ostseeman am 02.08.2015

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1. Platz Langdistanz Challenge Dänemark

Sonntag, Juni 14th, 2015

Was soll ich sagen? Ich kann es noch gar nicht so richtig glauben. Ich hab das Ding in 9:22:28 gerockt! Die Challenge wurde zum ersten mal ausgerichtet und schon bei der Wettkampfbesprechung wurde mir klar: Hier sind Profis am Werk. Mit Michael Krüger als Organisator fehlte nichts, was man nicht eh schon hätte verbessern wollen. Unglaublich. Schwimmen bei tollem Sonnenaufgang im Fuglsang See in Herning 90km von der 2. Wechselzone entfernt. Wellenstarts. Ein toller Schwimmkurs, wo ich dann sogar mal Orientierung hatte. An Bojen wurde hier nicht gespart. Für uns Frauen fiel 2 Min nach den Männern um 6:32 der Startschuß. Ich kam als 5. Frau nach 1:03:31 aus dem Wasser und ging mit über 7 min Rückstand rauf aufs Rad und ab in Richtung Billund auf meist flacher Strecke. Wir hatten an dem Tag Glück und der Wind war nicht heftig bei 10 Grad Starttemeratur. Später sollte es noch etwas wärmer werden und ein paar nette Regenduschen gab es auch. Der erhoffte Rückenwind blieb allerdings aus. Nix Windschatten. Ich war 120km allein, nix vorne nix hinten. Der Organisator hat trotz flacher Strecke ein windschattenfreies Rennen hinbekommen. Für uns Profis galt eh: Windschattenbox 20m und das ist auch richtig und gut so. Endlich wird hier verschärft! In Zielnähe fährt man dann noch 2 weitere 45km Runden.  Zu Beginn konnte ich dann 2 Mädels überholen. Nun ging es auf die Verfolgung. Aber wo waren die beiden vorne? Irgendwann konnte ich dann im letzten Drittel die bis dahin 2. überholen. Man was haben die Mädels Druck gemacht. Ich wusste halt nicht, ob ich einen Marathon laufen kann, weil ich Probleme mit dem Beckengürtel habe. Deswegen musste ich alles aufs Rad setzen und bin mit guten Beinen und 219 Watt (3,5W/kg) mit meinem Bulls Bike über die Strecke geflogen! Ich holte den schnellsten Radsplit mit 4:45:55.

Während wir auf der Radstrecke ziemlich einsam unterwegs waren, erwarteten uns auf der Laufstrecke viele schöne Hotspots. Ich finde 4x 10km immer sehr gut. Dann kannst du dich früher auf verschiedene Referenzpunkte freuen. Die Laufstrecke war wirklich kurzweilig durch tolle Parks und zu guter letzt über eine Pferderennbahn, irre :-)

Meine Verfolgungsjagd war mir nicht ganz geglückt. Ich hatte durch das wahnsinns schwimmen und einer verdammt guten Radzeit von Carolin Lehrieder immer noch einen Rückstand von etwas über 7min. Ich dachte mir: Einfach nur laufen. In den ersten beiden Runden blieb der Abstand gleich. Gedanken an einen Sieg? Nein. Der Abstand nach hinten auf Jessie Donavoan war nur 4 min. Sie kann normalerweise schneller laufen als ich. Zu Beginn der 3. Runde sagte mir mein bester Supporter Helmut, dass ich nur noch 3:22 Rückstand hatte. Ich rechnete und sagte mir, nehm die Beine in die Hand! Ich hatte ein Ziel! Nach hinten wurde der Abstand glücklicherweise größer. Caro und ich waren zu Beginn der 4. Runde nur noch 46 Sek entfernt. Was für ein Krimi und was für eine Anstregung. Für den Veranstalter toll, für uns Höchsstress. Ich ging auf volles Risiko. Noch 5,5 km zu laufen und ich überholte endlich Caro. Wir gaben uns die Hand. Diese sehr emotionale Geste geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Von da an Fokus auf das Hinterrad von meinem Führungsfahrrad – Tunnelblick. Ich kam erst wieder zur Besinnung, als ich in den wunderschönen Zielkanal einbog. Von Till Schenk wurde ich von einem “Give me 5″ begrüßt. Ich hörte nur noch meinen Namen über die Lautsprecher. Ich hatte es geschafft mit einer für mich bis dahin undenkbaren Laufzeit von 3:18:31! Nur 1 Minute später fiel meine liebe Mitstreiterin Caro in meine Arme!

Nach der spritzigen Siegerehrung kam Wettkampf Teil 2: Die Dopingkontrolle. 90min und reingezwungenen 2,5l Wasser später brachte ich erstaunliche 90ml zusammen! War mir schlecht nach dem Ganzen. Letztendlich bin ich dann auch komplett zusammengebrochen. Da habe ich dann gespürt, dass ich für diesen Sieg wirklich hart gekämpft habe. Das war es wert!

Ich hatte viele gute und leider auch schlechte Tage in der Vorbereitung, was das Laufen betrifft. Die Zweifel, einen Marathon laufen zu können, wuchsen. Mal lief es gut und mal schleppte ich mich zur Haustüre zurück. Im Rennen hat mein Freund Adrenalin alles gerichtet. Ich bin so dankbar, dass ich das Laufen abrufen konnte.

Oliver Bronny vom Triathlonshop hat meine Ernährung auf dem Rad in den letzten Tagen nochmals angepasst. Mein Trainer Freddy von Pro Athletes hat mich wieder an meine Leistungen aus 2011 herangeführt. Ein langer Prozess liegt hinter uns und ich hoffe, ich kann dies konservieren.

Danke an meine treuen Materialsponsoren Bulls und Sailfish!!!!

Podest

 

 

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