Alle guten Dinge sind 3 – 3. WM-Titel im Kasten

Alohaaaaa,

ich habe es geschafft.  Ich bin wieder Weltmeisterin geworden, die 2. Deutsche neben Anne Haug :-)

Mein mentaler Tiefgang vor dem Rennen war und ist was Neues für mich. Konnte mich weder auf den WK noch auf die Insel freuen. Gefühle = nicht vorhanden. Nervös? Nein – eher Gleichgültigkeit. Komisch. Das Training verlief gut. Konnte nach kurzer Zeit die Vorgaben meines Trainers Frederik Martin umsetzen. Eher für mich untypisch bei dieser Hitze und notwendiger Akklimatisation. Aber es lief. OK, die Beine hätten etwas stärker sein können, aber die kamen ja dann pünktlich am Renntag zurück.

Am 12. Oktober hieß es umschalten und den Wettkampfmodus einleuten. Ich war sehr entspannt, hatte gute geschlafen. Alles lief wie geschmiert und änderte sich auch nicht.

Schwimmen war echt klasse mit dem neuen Alterklassenwellenstart. Keine Schläge und Tritte, einfach nur den Füßen nach. Da war ich dann mit 1:09 schneller als erwartet schon auf dem Weg zur ersten Wechselzone. Nach gutem Wechsel ging ich als 6. meiner Altersklasse aufs Rad. Nach 4km war ich auf Platz 2. Aber wo war die Erste? Die Jagt begann, aber ich konnte sie einfach nicht sehen. Ich spürte Rückenwind und der wurde auch nicht so brutal nach ca. 50km, wie sonst die Tage davor. Habe nur 2 Gruppen gehabt und diese bergauf wo ich dann zügig vorbei fahren konnte. Ansonsten kein lutschen – sehr gut. Nach dem Wendepunkt in Hawi leichter Gegenwind, aber alles gut machbar. 180 km waren schneller vorbei als ich dachte. Die Frauen wurden weniger, aber meine Konkurrenz nicht in Sicht. Mist. Also in T2 und ab zum laufen. Brauchte die komplette Zeit in der Wechselzone, um den Rücken wieder grade zu bekommen ;-)

Dann die tolle Nachricht von meinem weltbesten Supporter – Team: Du bist auf Platz 1 und hast mindestens 18 Minuten Vorsprung! Also Ruhe bewahren. “Laufen kann ich”, habe ich zu mir gesagt. Ab km 26 wurde es dann zäh. Der Energy Lab mit seiner verlängerten Laufstrecke im Vergleich zu 2011 hörte und hörte nicht auf. Von Frauen wurde ich nicht überholt. “Aber wo war die 2.? Konnte sie an mich ran laufen? Oder habe ich sie übersehen?”. Bei km 40 dann die noch schönere Nachricht: “Du hast es gleich geschafft – genieße es!”. Ok, ich musste weiterhin 1. sein und habe anscheinend Zeit, locker die letzten 2,2 km zu meistern. Das tat ich dann auch. Ein Traum ging in Erfüllung nicht wissend, dass ich einen Vorsprung von 45 Minuten hatte und somit den Weltrekord dieser Altersklasse um 30 Minuten unterboten hatte (der letzte stammt aus 2018 mit 10:12:02 und ging nach Süd Africa), bähm. Der steht jetzt erstmal. Vielleicht komme ich zur nächsten AK 55-59 wieder, wer weiß ;-)

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Quelle: Finisher Pix

Danke an all meine lieben Freunde, Familie, Sponsoren, Kollegen, meinem Mann Helmut für die unermüdliche Geduld und meinem Trainer Frederik Martin, der mich seit 11 Jahren auf diesem Niveau hält und es immer wieder meisterlich schafft, meine Komfortzone zu erweitern.

Mahalo

Beate

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