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Die “wilde 13″ kann auch Glückszahl sein

Montag, August 3rd, 2015

Viel wurde drüber gesprochen “Da musst du unbedingt mal hin”. Und dieses Jahr sollte es soweit sein. Der 14. Ostseeman stand als 2. Highlight auf dem Programm für 2015 über die Ironmandistanz. Der Veranstalter und Gastgeber Reinhard Husen tut wirklich alles, um seine TOP-Athleten “abzuholen” und so nächtigten wir in einem 5* Hotel Alter Meierhof. Jeder Wunsch wurde erfüllt und man könnte fast sagen, dass es Urlaub war. Das Programm rund um den Wettkampf war einfach nur grandios!

Wir kamen Donnerstag Abend bei starkem Wind an und der Wellengang in der Flensburger Förde war Freitag noch richtig heftig. Aber das Wetter sollte besser werden. Am Tag der Tage hatten wir perfektes Wetter mit erwarteten 21°! Für mich sind kalte Wettkämpfe bestens. Und so starteten wir unsere 3,8km bei 16,7 Grad Wassertemp. in der nur gering welligen Ostsee mit einem reibungslosen Massenstart. Schön frisch ging es nach 1:03:33 aufs Rad. Ich wusste, dass ich noch ein paar Mädels mit bis zu 4 min Vorsprung vor mir hatte. Also rein in die Pedale und nach km 20 ca. war ich führend und habe einen Vorsprung von 20 Min auf dem 6-fachen Rundkurs rausgefahren. Der Kurs ist technisch anspruchsvoll, sehr oft Abbiegungen, kleine Anstiege (und ich dachte da oben ist alles flach!) und viel raus aus dem Sattel. Irgendwie war die Strecke dadurch fast kurzweilig. Mit meinem Bulls Bike und 218 Watt! war ich super happy, war im gleichen Bereich wie schon bei meiner 1. Langdistanz dieses Jahr in Dänemark, und nach 4:55:29 ging es dann in die Laufschuhe. Und nein, ich war nicht entspannt. Es kann immer noch soviel passieren! Also Kette geben aber nicht übertreiben, denn der Laufkurs war sehr heftig mit vielen längeren Anstiegen. Schon in der 3. Runde dachte ich nur noch an meine schmerzenden Beine und meinen Magen. Aber auf dem 5-Runden-Kurs kam ich nach 8,44km immer wieder an dem Hotspot parallel zum Zielkanal vorbei und das war Solarer-Berg-Feeling (die meisten Trias kennen dieses Gefühl)! Was habe ich mich immer über diesen Moment gefreut. Das hat mich motiviert und so habe ich mich mit einer noch sehr guten Laufzeit von 3:25:54 ins Ziel gerettet. Was mich dort erwartete war einfach grandios. Man spielte extra für mich das Lied “Viva Colonia”. Ich habe jeden Meter dieses Zieleinlaufs genossen bei tosenden Menschen rechts und links und siehe da, im Ziel waren alle Schmerzen vergessen. Der Kölner an sich dreht bei Kölschem Liedgut automatisch sofort durch und so lud ich Reinhard Husen zu einem Tänzchen durch den kompletten Zielkanal ein. Das war eine schöne Gaudi.

Die Finisherparty war ein irres Event. Die jeweiligen 3 Sieger, Männlein und Weiblein, trugen zusammen mit einem gigantischen Publikum inkl. Helfer und einem kreativen Moderator die letzten Läufer bis 22:00 Uhr ins Ziel. Das anschließende Feuerwerk und die Siegerehrung bis spät in die Nacht rundeten den Tag ab.

Unvergessliche Momente und die Menschen tief in meinem Herzen, weiß ich, dass das nicht mein letzter Start dort war. In 9:28:24 habe ich sogar den Streckenrekord gebrochen (die Strecke wurde in 2014 umgestaltet – Schotterweg raus – Anstiege rein).

Es wurde mit Till Schramm bei den Männern sogar ein Kölner Doppelsieg!

Großer Dank und ein herzlicher Glückwunsch geht vor allem an Julia Bohn, die mich ganz schön auf Trab gehalten hat und so schön bodenständig ist :-)

Weiter geht es in 2 Wochen am 15.08.2015 mit dem Möhnesee Triathlon. Freu mich riesig auf dieses tolle Event und hoffe, dass meine Beinchen bis dahin wieder Gas geben können.

Zieleinlauf

 

 

 

 

 

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