IM Kopenhagen – leider kein TOP Rennen für mich

Mein 3. Highlight in diesem Jahr: IM Kopenhagen am 24.08.2014. Ich zähle mittlerweile 14 Langdistanzen und werde immer entspannter vor dem Start. Ob mir das wirklich gut tut?

Die Ankunft in Kopenhagen war mehr als nüchtern. Keine Banner, keine wilde sich um Pasta schlagende Meute auf der Pastaparty und überhaupt war so kein Ironmangefühl zu spüren. Nun denn. Dies sollte sich drastisch am Wettkampftag ändern.

T1 und T2 sind an verschiedenen Orten, was aber logistisch absolut machbar ist. Man schwimmt in einer Art künstlich erreichter Lagune mit hier und da Boden-und schlingpflanzenkontakt beim Kraulen. Der ein oder andere nutzte dies als kurze Wanderpause. Die 2-Runden-Radstrecke ist eine Kombi aus Citykurs und Umland. Im Gegensatz zur Ankündigung hatte die Radstrecke über 1000HM und leider extreme Böen mit bis zu 40km/h. “Ist ja wie Lanzarote hier” hab ich mir auf meinen einsamen 180km gedacht. Die Marathonstrecke teilte sich auf 4×10,5km auf und ging direkt durch die City, wo man dann plötzlich die Leidenschaft für Triathlon bei den Kopenhagenern spürte: Menschmassen an jedem Meter der Strecke. Ein Traum!

Der Tag sollte allerdings wettertechnisch eher ein Alptraum werden. Temperaturen zwischen 10-13 Grad, Regen und starker Wind. Somit habe ich mich für eine Windweste entschieden, die mich nachher viel Zeit gekostet hat. Tja, da hat die kleine Beate einen dummen Fehler gemacht. Gegen Regen wäre sie perfekt gewesen, aber der Wind hatte Spaß, mich als eine Windhose kämpfen um lassen. Mit 200 Watt verlor ich leider am Ende ca. 15 Minuten, was ich leider erst später im Rennen realisierte.

Kommen wir zurück zum Start. Startschuss und nach wenigen Minuten war ich allein.  Bojenmangel und wenig Orientierung haben mich meine persönliche Strecke schwimmen lassen, die sicher mal wieder nach Zickzackkurs aussah. Aber nach 1:03 h Und 5. Frau war ich am rettenden Ufer. Auf dem Rad sollte es dann besser werden, aber was ich auch trat, ich kam gefühlt kaum von der Stelle. Das Windschattenfahren hat der Veranstalter sehr gut in den Griff bekommen. Früher Start beim Schwimmen für die Profis und dann weitere Starts in Wellen. Somit konnte jeder sein eigenes ehrliches Rennen fahren. Auf der 2. Radrunde waren dann alle Age Grouper schon auf und davon. Ich glaube, ich habe insgesamt ca. 10 Athleten gesehen, die an mir vorbei sausten, das war’s. Nach 5:14 kam ich dann nach einigen Regenschauern Immer noch auf Platz 5 in die City und war begeistert von den Menschenmassen. Getragen vom Publikum und meinem  Freund, der mal wieder alles gegeben hat, konnte ich noch eine 3:25 nach Hause bringen. Leider wurde ich noch von einer Profiathletin und einer Age Grouperin kassiert. Der Kurs ist sehr verwinkelt, mit netten Pflastersteinen, kleinen Rampen, Bordsteinen und alles was man so braucht, wenn man eh schon platt ist. Ein schneller Laufkurs sieht anders aus. Aber wer hat’s schon einfach bei einem Langdistanzrennen. Ab und an dann ein kurzer Starkregen, was ich als nette Abkühlung empfand, wenn nicht immer die Schuhe so schwer werden würden. Jammern auf hohem Niveau! Ich kam als insgesamt 7. ins Ziel und 6. bei den Profis. Somit gab es als Entschädigung ein kleines Trinkgeld mit nach Hause *freu*.

Gratulation vor allem an die ersten 3 Plätze mit Daniela Ryf, Sofie Goos und Mareen Hufe. Nach Enttäuschung kommt Ärger wegen meinem blöden Klamottenfehler. Platz 5 oder 4 wäre drin gewesen, aber so habe ich wieder eine Erfahrung gemacht, die mir sicher im nächsten Rennen beim IM Barcelona am 5. Oktober helfen könnte.

Kommentar schreiben oder auf diese Seite verlinken.

 

Get a Trackback link

Keine Kommentare bisher

Schreibe den ersten Kommentar.

Einen Kommentar schreiben